Einen schönen Rasen zu pflegen, ist gar nicht so einfach. Eine Herausforderung sind Gartenabfälle, die durch den Wechsel der Jahreszeiten sowie durch herabfallende Blätter und Äste unvermeidlich entstehen. Besonders nach heftigen Stürmen können sie den Rasen über Nacht regelrecht bedecken. Statt sie zu verbrennen, sollten Sie Gartenabfälle besser auf natürliche und nachhaltige Weise verwerten.
Inhaltsverzeichnis
Ursachen für Gartenabfälle
Gartenabfälle – oft auch als Grünabfälle oder Abfälle aus der Landschaftspflege bezeichnet – entstehen vor allem durch die natürlichen Lebenszyklen von Pflanzen sowie durch regelmäßige Pflegearbeiten.
· Saisonale Zyklen: Laubbäume werfen ihre Blätter ab, Nadelgehölze ihre Nadeln, und viele Pflanzen sterben am Ende ihrer Vegetationsperiode auf natürliche Weise zurück.
· Fortpflanzungszyklen: Bäume lassen „harte Früchte“ (Eicheln, Walnüsse, Hickorynüsse) und verschiedene Samen wie Flügelsamen (Helikoptersamen), Samenkapseln und Amberbaumfrüchte fallen.
· Wetter und Stürme: Starke Winde brechen Zweige und Äste ab, und heftiger Regen kann lockere Erde, Schlamm und Sedimente in Dachrinnen oder tiefer liegende Bereiche spülen.
· Aktivitäten von Wildtieren: Tiere wie Eichhörnchen, Vögel und Insekten bringen Nistmaterial herbei. Grabende Tiere wie Maulwürfe oder Murmeltiere verdrängen Erde und schaffen so Hügel und Löcher.
· Rasenmähen: Grasschnitt macht nach Gewicht im Durchschnitt rund 50 % der Gartenabfälle aus und ist damit ihr größter Bestandteil.
· Baum- und Strauchschnitt: Bei der regelmäßigen Pflege von Bäumen und Sträuchern fallen Äste, Zweige und Schnittabfälle an.
· Gartenarbeit: Tätigkeiten wie Unkraut jäten, das Entfernen verwelkter Blumen (Blumenabfälle) und die Entsorgung nicht verwendeter Gemüse- oder Obstabfälle tragen erheblich dazu bei.
Tipps zum Umgang mit Gartenabfällen
Gartenabfälle lassen sich je nach Menge und Dringlichkeit auf unterschiedliche Weise behandeln oder entsorgen. Grundsätzlich sollten wir so viel wie möglich recyceln, da dies dem Rasen wertvolle Nährstoffe zurückgeben kann.
Zerkleinern/Schreddern
Auch größere Äste, Stämme und Baumstümpfe verrotten im Garten letztlich mit der Zeit. Aber nur wenige haben die Geduld, so lange zu warten. Einen großen Baumstamm zu verarbeiten, statt ihn einfach wegzuwerfen, wirkt zunächst einschüchternd. Tatsächlich gilt das Gleiche für kleine Zweige oder Blätter, nachdem Sie sie in kleine Stücke geschnitten oder zerkleinert haben.
Wenn Sie viel zu schneiden oder zu zerkleinern haben, ist es besser, eine elektrische Säge oder einen Häcksler zu verwenden. Die meisten Gartenhäcksler für den Hausgebrauch bewältigen holzige Stängel und Triebe mit einem Durchmesser von bis zu 3–4 cm (1¼–1½ Zoll). Viele Häcksler zerfasern das Holz lediglich und erzeugen keine feinen Häckselstücke. Das Zerkleinern beschleunigt jedoch die Zersetzung effektiv, auch wenn das Holz relativ faserig bleibt. Für dickere Äste können Hochleistungshäcksler gemietet oder Fachfirmen beauftragt werden, die über solche Maschinen verfügen.
Laub beim Mähen mulchen
Stellen Sie sich Mulch als schützende Schicht für Ihren Garten vor. Indem Sie Holzspäne, Laub oder Grasschnitt wiederverwenden, schaffen Sie eine effektive Schicht, die Feuchtigkeit speichert, Unkraut erstickt und die Bodentemperatur wie ein natürlicher Thermostat reguliert. Dieses organische „braune Gold“ verhindert Erosion, dient als Nahrung für wichtige Regenwürmer und zersetzt sich schließlich zu reichhaltigem, nährstoffreichem Humus.
Am schnellsten verbessern Sie Ihren Rasen, wenn Sie auf den Fangkorb verzichten. Leistungsstarke Mulchmäher wie die Modelle der ANTHBOT N-Serie verwenden spezielle Mulchmesser, um das Schnittgut zu feinem Mulch zu zerkleinern. Dieses nährstoffreiche Material gelangt tief in die Grasnarbe und versorgt den Boden schon während des Mähens mit Nährstoffen.
Organische Gartenabfälle sammeln und kompostieren
Sie können alle holzigen Schnittabfälle, Stängel, Zweige und kleinere Äste kompostieren. Durch Kompostieren führen Sie dem Boden organische Substanzen in verwertbarer Form wieder zu, um ihn anzureichern. Organische Substanzen im Boden verbessern das Pflanzenwachstum, indem sie schwere Lehmböden auflockern und ihnen eine bessere Struktur verleihen. Nicht-holzige Gartenabfälle wie Laub, Grasschnitt, Unkraut und Pflanzreste eignen sich hervorragend als Kompost. Auch zerkleinerte Holzreste können kompostiert werden. Beginnen Sie beim Kompostieren mit trockenen Gartenabfällen, einschließlich Herbstlaub (auch als braunes Material bekannt), und fügen Sie dann etwa die Hälfte an grünem Material hinzu. Sie können grünes und braunes Material kompostieren, indem Sie es in getrennten Schichten hinzufügen; es ist aber auch möglich, beides vor dem Aufbringen auf den Haufen zu vermischen.
Verbrennen/Entsorgen
Am einfachsten ist es, holzige Gartenabfälle zu verbrennen oder zu entsorgen. Das Verbrennen von holzigem Abfallmaterial ist eine schnelle Entsorgungsmethode, sofern die örtlichen Vorschriften dies zulassen. Dabei sind ein Haufen von maximal 1,20 m × 1,20 m, ein Sicherheitsabstand von 3 m sowie Wasser und Werkzeuge in der Nähe erforderlich. Allerdings verursacht dies Umweltverschmutzung und verschwendet wertvolle Ressourcen. Wenn Sie einfach nur eine schnelle Lösung suchen, ist die kommunale Grünabfuhr die bessere Alternative.
Zusammenfassung zum Umgang mit Gartenabfällen
Gartenabfälle lassen sich sinnvoll vor Ort durch Mulchen und Kompostieren verwerten oder über die kommunale Grünabfuhr entsorgen. Zu den wichtigsten Methoden gehören Grasscycling, Zerkleinern von Laub zu Gartenmulch und Kompostieren von organischen Abfällen. Bei größeren Mengen können Sie die dafür vorgesehenen Papiersäcke für die städtische Abholung verwenden, einen Holzhäcksler mieten oder einen professionellen Entsorgungsdienst beauftragen.






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